Der Förderverein bedankt sich bei Ute & Wolfgang Pusch

Der Förderverein war noch ganz jung, gerade mal zwei Jahre alt, da brachte die Projektgruppenleiterin „Besuchsdienst“ bei einer Vorstandssitzung im September 2007 die Idee ein für eine “Liedersingen-Schnupperstunde“. Klar, dass sie vom Vorstandsteam sofort damit beauftragt wurde, zu schauen, wie sich die Idee in die Tat würde umsetzen lassen. Kein Problem für Ute Pusch, pflegte sie doch damals schon ausgesprochen gute Beziehungen zum Hirschlander Liederkranz und konnte   drei beziehungsweise vier Sangesbrüder für den Start der Singstunde im Haus Guldenhof gewinnen, darunter auch ihren Ehemann Wolfgang Pusch, der schon als Jugendlicher – damals noch in Cannstatt – im Chor gesungen hatte.

Der Mut, eine solche Singstunde ins Leben zu rufen, wurde belohnt, und bei einem der ersten Termine waren bereits 34 Leute mit dabei. Ab da stand die Singstunde im Haus einmal monatlich auf dem Programm. Bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins im März 2009 konnte die damalige Vorsitzende Dr. Yvonne Kejcz dann entsprechend Bilanz ziehen: „Die Singstunde der Herren Pusch, Schautschik, Schill und Schuster ist der Renner, dicht gedrängt sitzen die Senioren und singen mit große Freude Volkslieder und etwas ältere Schlager.“

Ein älterer Mann und eine ältere Frau stehen eng beieinander, lächeln und halten ein aufgeschlagenes Buch in den Händen. Es sieht so aus, als würden sie lesen oder singen. Hinter ihnen sitzen Menschen an Tischen, und eine Person spielt Klavier in einem hellen Gemeinschaftsraum.

Zum Singstunden-Team gehörten von Anfang an neben den Sangesbrüdern vom Liederkranz Hirschlanden einige engagierte Frauen, die sich unter das Publikum mischten, die Liederbücher austeilten, kräftig mitsangen… Mit dabei natürlich Ute Pusch, die bis zu ihrer allerletzten Singstunde am vergangenen Freitag zusammen mit ihrem Mann Wolfgang die Lieder ausgewählt und zusammengestellt hatte.

Nachdem drei seiner Sangesbrüder, darunter auch der Pianist Eberhard Schill, leider verstorben waren und einer weggezogen war, verblieb Wolfgang Pusch als Einziger, der die Lieder anstimmte. Für den Flügel hatten die Puschs zum Glück im Juli 2024 die frühere Jugendmusikschul-Lehrerin Monika Herrmann gewinnen können, die auch zuvor schon öfters zu Gast im Haus gewesen war; fast schon legendär die Auftritte der damaligen THS-Big Band, die sie viele Jahre lang geleitet hatte.

Sie wird auch weiterhin in der Singstunde am Flügel sitzen, wird künftig die Lieder auswählen… Klar, dass die Puschs vor ihrem Abschied alles geklärt haben. Denn beiden ist es superwichtig, dass es weitergehen wird. Die Vorsitzende Angela Munz hat bereits Kontakt zum Liederkranz Hirschlanden mit Männerchor und TonArt aufgenommen und ist zuversichtlich, dass es auch weiterhin Unterstützung geben wird.

Fünf ältere Menschen stehen in einem Raum und lächeln in die Kamera. Vier Frauen und ein Mann sind leger gekleidet und stehen dicht beieinander auf einem Fliesenboden in einem hell beleuchteten Raum mit Holz- und weißen Wänden.

Und so konnten Ute und Wolfgang Pusch ihre Verabschiedung doch relativ entspannt angehen. Die stv. Vorsitzende, Barbara Radtke, ließ die ehrenamtliche Arbeit des Duos in fast 20 Jahren Revue passieren und würdigte das herausragende ehrenamtliche Engagement der beiden, für das sie bereits im Dezember 2013 von Oberbürgermeister Michael Makurath mit der Plakette Aktiv in Ditzingen ausgezeichnet worden sind.

Für das Singstundenteam, zu dem neben der Pianistin Monika Herrmann auch Lihong Liang und Erika Kocher gehören, sagte Letztere bewegt danke. Die dritte im Bunde war Caren Schröter, die Leiterin des Sozialdienstes, die stellvertretend für das Haus die beiden Aktiven in die Arme nahm. Und so flossen am Ende doch noch ein paar Tränen… Tränen der Rührung.

(Für den Förderverein Haus Guldenhof: Barbara Radtke)