Bürgermeister Bahmer zu Besuch

Ein Mann mit Brille und hellblauem Hemd spricht in ein Mikrofon, während er eine weiße Kaffeetasse hält. Er steht in einer modernen Cafeteria mit Tischen, Tabletts und Holzverkleidungen im Hintergrund.

Was war das für ein gelungenes Erzählcafé am Freitagnachmittag! Doch wen wundert´s, war doch Bürgermeister Ulrich Bahmer zu Besuch im Guldenhof, bekanntermaßen ein launiger und mitreißender Redner. Aufmerksam haben die Gäste im Erzählcafé des Fördervereins zugehört, haben sich amüsiert, waren manchmal sehr erstaunt, dann wieder haben sie zustimmend genickt.

Klar, dass der BM im Guldenhof vor allem Anekdoten und Geschichten aus Hirschlanden erzählt hat: Doch natürlich nahm er die Zuhörerinnen und Zuhörer auch mit in die Kernstadt und die anderen Ditzinger Stadtteile. Einfach unglaublich, was so ein „württembergischer Verwaltungsbeamter“, wie er sich selbst immer wieder augenzwinkernd genannt hat, so alles erlebt beziehungsweise erlebt hat. Aufregend und spannend kann es zugehen – vor über 20 Jahren war er live mit dabei, als ein Sturmtrupp der Polizei die Türen zu NeuLaTi, dem damaligen Jugendtreff, geöffnet hat. Nach dessen Abriss konnte mit dem Bau des Guldenhofs begonnen werden.

Der Mann, der im Ditzinger Rathaus das Dezernat 2, zu dem unter anderem der Betriebshof mit der Stadtgärtnerei und das Stadtplanungsamt gehören, leitet und der als Geschäftsführer der Ditzinger Sozialstation eine segensreiche Arbeit leistet, erzählte auch vom Besuch von Kindergartenkindern, die gerne bei der Schuhputzmaschine in der Tiefgarage (U1) Schlange stehen, um sich ihre Schühchen putzen zu lassen: „ein Bild für Götter“. Diese Schuhputzmaschine hatte einst der Vorgänger von OB Michael Makurath, Alfred Fögen, anschaffen lassen. Auch hierzu gab es natürlich die passende Anekdote.

Viel Applaus, natürlich von den weiblichen Gästen, erhielt Ulrich Bahmer, als er die Historie  des „Paradies für die Frauen“, die Ansiedlung des dm-Marktes in Ditzingens größtem Stadtteil, darlegte. Da gab es nämlich zahlreiche Hindernisse zu überwinden, hatten sich doch Eidechsen und Schlupfschneckchen als besonders hartnäckige Demonstranten gegen den Bau herauskristallisiert.

Stundenlang hätte man zuhören können: Der Mann, der als Geschäftsführer die segensreiche Ditzinger Sozialstation leitet, hat einen schier unglaublichen Vorrat an hübschen Anekdoten im Gedächtnis abgespeichert.

Ein Mann und eine ältere Frau sitzen an einem Holztisch mit Getränken und bunten Blumenkarten und führen ein nachdenkliches Gespräch in einer gemütlichen, gepolsterten Kabine.

Punkten konnten an diesem sonnigen warmen Nachmittag nicht nur der der Bürgermeister, punkten konnten auch Caren Schröter vom Haus Guldenhof mit ihrem Team und die Flinken Socken samt ihren aushelfenden Springsocken (In den Pfingstfeien sind nämlich viele der reiselustigen Flinken Socken auf Abenteuertour unterwegs). Sie alle zusammen haben zur Kaffeezeit im Erzählcafé statt Kuchen Eis serviert – in Rekordzeit natürlich, damit dieses keine Chance hatte zu schmelzen. (Für den Förderverein Haus Guldenhof: Barbara Radtke)