
Inzwischen hat es sich eingespielt: Einmal im Monat kommen die Männer der inzwischen zehnköpfigen Backgruppe des Fördervereins im Guldenhof zusammen, heizen den Backofen ein und legen los. Mitte Mai war es wieder mal soweit: Den Auftakt hat wie stets die Brotbäckerei gemacht. Experimentierfreudig hat das Team zu Beginn ein neues Brotrezept ausprobiert, den Teig gründlich durchgeknetet, für ausgesprochen gut befunden und mit dem Brotgewürz mutig jongliert.
Solange die Brote im Ofen steckten, haben die ehrenamtlichen Bäcker ihre inzwischen schon fast berühmt gewordenen Brezeln auf die Backbleche gesetzt und einen Salzkuchen vorbereitet. Das Rezept hat ihnen, so verrät Alexander Kaiser, eine reizende ältere Dame vom Betreuten Wohnen leihweise zur Verfügung gestellt – einschließlich der für diesen Kuchen besonders gut geeigneten Backform, die inzwischen stolze 70 Jahre auf dem Buckel hat. Frau Jess war mit dem Ergebnis anschließend sehr zufrieden und sparte nicht mit dem Lob für die gut gelaunte Bäckerschar.

In der Mai-Backrunde wurde wirklich viel ausprobiert: Und so wurde das funkelnagelneue Brotmesser der Solinger Traditionsfirma Güde, ein Brotmesser mit Wellenschliff und aus Olivenholz, das der Förderverein Haus Guldenhof den Bäckern finanziert hatte, gleich an den nach neuem Rezept gebackenen Brotlaiben getestet: Auch da waren die Ehrenamtlichen höchst zufrieden; Gottfried Schaal, einer der Bäcker der ersten Stunde, hatte sie da sehr gut beraten. Die wundervolle Kruste und das herrlich weiche Innenleben der Brote ließen sich bestens schneiden.
Zu guter Letzt haben die Bäcker dann noch einen Fleischkäse in den Backofen geschoben. Mit der Restwärme wurde dieser gar wunderbar knusprig und schmeckte oberlecker: nicht nur den fleißigen Männern, sondern auch ihrem Fanclub, der wie stets aufmerksam das Back-Geschehen im Guldenhof mitverfolgt und auch dieses Mal wieder für gut befunden hatte. (Für den Förderverein Haus Guldenhof: Barbara Radtke)
