
Heinrichs Tierträume? So heißt die Farm im nahe gelegenen Eberdingen, auf der Hühner und Pfaue, Schafe und Ziegen, zwei betagte Esel und zwei in Rente gegangene Trampeltiere (zuvor mit einem Zirkus auf Wanderschaf) zuhause sind. Zu dieser ganz besonderen Wohngemeinschaft gehören auch zehn Alpakas; vier von ihnen haben jetzt mit ihren Menschen einen Ausflug nach Hirschlanden in den Guldenhof gemacht. Ziemlich unerschrocken haben sie zunächst bei der Tagespflege vorbeigeschaut. Im Garten wurden sie von den Gästen begeistert begrüßt.

Dann ging es weiter in die Cafeteria des Hauses, ins Erzählcafé der Flinken Socken. Choki, Eddi, Higgins und Yoshi nahmen sofort Kontakt mit den Seniorinnen und Senioren aus dem Haus und vom Betreuten Wohnen auf und ließen sich bewundern und bestaunen. Es sind aber auch wirklich bezaubernde Tiere! Anschließend beantwortete die Hausherrin der Eberdinger Farm, Birgit Heinrich, eine ganze Reihe von Fragen, die ihr Barbara Radtke von den Flinken Socken zu diesem tierischen Quartett gestellt hatte.
Sehr sehr aufmerksam hörten die Seniorinnen und Senioren zu, als Birgit Heinrich ihnen erläuterte, dass Alpakas wie auch die Lamas zu den sogenannten Kameliden, kamelartigen Tieren zählen, die in den Anden, einem Hochgebirge in Südamerika leben, dort gezüchtet wurden und von Wildformen wie Guanakos und Vikunjas abstammen. Sie werden allesamt Neuweltkamele genannt. Ihre große Verwandtschaft, Trampeltiere und Dromedare, sind dagegen Altweltkamele und in Afrika und Asien beheimatet. Mitgebracht hatten die menschlichen Begleiter Wolle der erst kürzlich geschorenen Alpakas – zum Anfassen und Fühlen, „Zupfherzen“ gefüllt mit Wolle für draußen an den Bäumen für die Vögel zum Nesterbauen und kleine Jutesäckchen mit Wolle für die Zuhörerschaft.
Birgit Heinrich und ihr Team haben erstmals mit Choki, Eddi, Higgins und Yoshi einen Besuch in einem Pflegeheim gemacht. Eine superschöne gelungene Premiere! Weshalb gerade Hirschlanden? Hier ist der Mann von Birgit Heinrich aufgewachsen, hat seine Anwaltskanzlei – nur wenige Meter vom Guldenhof entfernt – bis zu seinem Tod geführt, war Gemeinde- und Ortschaftsrat. Das Ehepaar hat sich in Eberdingen gemeinsam einen Traum erfüllt und die Farm aufgebaut, die nun Heinrichs Tierträume heißt. Schade nur, dass Andreas Heinrich an diesem besonderen Montag nicht dabei sein konnte! (Für den Förderverein Haus Guldenhof: B. Radtke)
