
Die ehrenamtlich Engagierten im Guldenhof waren sich nach dem Krimidinner, zu dem das Haus sie im vergangenen Jahr eingeladen hatte, eigentlich ziemlich sicher, dass ein solches Event nicht zu toppen sei. Sie hatten das auch nicht erwartet, kommen doch alle gerne in das Haus in der Hirschlander Hohe Straße. Ein wenig neugierig waren sie schon, als sie zu einem Ehrenamtsfest auf das „Weingut Guldenhof“ eingeladen worden sind. „Weingut Guldenhof“? Sollten sie da womöglich etwas verpasst haben?
Die Ehrenamtlichen haben sich gegenseitig versichert, dass sie sich tatsächlich in der Hirschlander Einrichtung treffen würden – dort würde man weitersehen. Was sie vorgefunden haben, war mehr als merkwürdig. Zwar wurden alle Gäste äußerst liebenswürdig von einer jungen Frau in Empfang genommen, aber ansonsten waren weder die Leiterin des Hauses noch Mitarbeitende zu sehen. Noch mysteriöser: Neben einer festlich gedeckten Tafel standen einsam und verlassen unzählige Paar Schuhe, die auf ihre Besitzer warteten.

Plötzlich dann der Paukenschlag: Im Hof fuhr ein Traktor samt Anhänger vor, von dem zahlreiche Arbeitsbienen hüpften, die ganz offensichtlich im Weinberg Schwerstarbeit geleistet hatten und nun nach getaner Arbeit zurück auf ihr Weingut gekommen und ziemlich überrascht auf weinliebende „Kundschaft“ getroffen sind. Die Eingeladenen waren hin und weg, nachdem sie erfasst hatten, dass die Krimidinner-Theatergruppe zurückgekehrt war, um ein neues Stück aufzuführen: kein Krimi dieses Mal, aber mindestens so spannend. Nadine Kaiser glänzte als brillant formulierende Weingut-Besitzerin, die den Wortwechsel mit ihrem aufgeweckten Weingärtner-Team liebte. Groß zelebriert wurde natürlich der Schuhwechsel – mit dem Hinweis, dass die Trauben mit nackten Füßen gestampft worden seien. Einfach zauberhaft, wie sich diese Laienschauspieler vergnügt die Bälle zugeworfen haben. Die Mitwirkenden, die die Besitzerin des Weinguts um sich geschart hatte, waren Alexander & Iven Kaiser, Natalie Ndoping, Sascha Neußendorfer, Gabriele Nufer, Heiko Schima, Caren Schröter, Benjamin Stoffel und Elke Ziegler.
Als Dreingabe gab es für die völlig geplätteten Ehrenamtlichen noch ein köstliches kalt-warmes Büfett und erlesene Weine. Nach einem herrlichen Abend dankten sie dem vor Witz und Esprit sprühenden Theaterteam u. seiner Regisseurin herzlich für diesen unvergesslich schönen Abend. (Für den Förderverein Haus Guldenhof: Barbara Radtke)
