
In diesem Jahr ist er nun schon zum zweiten Mal im Guldenhof aufgetreten. Dass er kommen würde, hatte sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen und so gingen den Flinken Socken des Fördervereins für ihren September-Kaffeenachmittag doch tatsächlich erstmal die Stühle aus.
Erneut konnte der Musiker aus dem benachbarten Leonberg punkten. Rainer Kühnle weiß einfach, was Senioren gerne hören; sein musikalischer Streifzug durch drei, vier Jahrzehnte mit Volksliedern, Oldies, Schlagern und Hits kam supergut an: „Ich möcht´ gern dein Herzklopfen hör´n … Aus Böhmen kommt die Musik … Wenn die Sonne erwacht in den Bergen… Die kleine Kneipe …“ Seine Zuhörerinnen und Zuhörer stimmten begeistert mit ein.
Eine kurze Sendepause gab es nur, als der Alleinunterhalter „ein Lied nur für meine Finger“ angekündigt hatte: „A Liedle, zu dem man nedd senga, nedd danza, nedd schunkla kann.“ So hundertprozentig lag er damit dann doch nicht richtig, denn eine besonders musikalische Seniorin ließ zu den „Erinnerungen an den Zirkus Renz“ wieselflink ihre Füße über den Boden tanzen.

Nach der Kaffeepause, in der die Flinken Socken beschwingt und bestens gelaunt den köstlichen Zwetschgenkuchen aus der Bäckerei Montagnese serviert hatten, ging es entspannt und fröhlich weiter. Rainer Kühnle präsentierte ein Potpourri von Ohrwürmern und schlug vor, jeweils nur die erste Strophe zu singen; das taten alle gerne: „Am Strand von Biskaya … Lustig ist das Zigeunerleben …Waldeslust … Geh´n mr mal rüber…“
Zwischendurch hat der Mann, der so virtuos mit Keyboard und Akkordeon zugange ist, auch noch Wünsche erfüllt: Marina, der Hit von Rocco Granata aus dem Jahr 1959, gefiel auch noch im Jahr 2026. Das begeisterte Publikum ließ Rainer Kühnle am Ende eines tollen Nachmittags nur ungern ziehen. Trostpflästerchen: Er kommt auch noch ein drittes Mal, und zwar im Dezember dieses Jahres. (Für den Förderverein Haus Guldenhof: Barbara Radtke)
